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Grubenwasser-Projekt Heerlen

Neue Energiequelle

In der Parkstad Limburg bildet die ehemalige Steinkohleindustrie die Grundlage für neue Impulse im Bereich der Energieversorgung sowie im Freizeit- und Tourismusbereich. Drei Jahrzehnte nach Schließung der letzten Kohlegrube in Heerlen - einer der zentralen Gemeinden in der Parkstad Limburg - beginnen die alten Schächte und Stollen unter der Stadt nun ein zweites Leben: Das vorhandene warme Grundwasser wird zur Beheizung von Stadtvierteln verwendet.


Thermosflasche-Prinzip!

Nach Ende des Steinkohleabbaus strömte Wasser in die Stollengänge der Grube Oranje Nassau III und wurde dabei erwärmt. Das Wasser ist um so wärmer, je tiefer die Stollen liegen. Die ehemalige Grube hat sich so zu einer unterirdischen "Thermosflasche" entwickelt, die ein schier unerschöpfliches Reservoir für nachhaltige Energie bietet. Mit einer Probebohrung wurde im Frühling 2006 das Grubenwasserprojekt offiziell eingeweiht. Die Ergebnisse: In 700 Metern Tiefe hat das Wasser eine Temperatur von rund 30°C! In den höheren Schichten beträgt die Temperatur mindestens 17°C.

Wärme aus Grubenwasser

Nun soll das Grubenwasser als Energiequelle für die Beheizung und Kühlung eines großen Neubauprojektes im Stadtviertel Heerlerheide genutzt werden. Dort entstehen derzeit 300 Wohnungen, Geschäfte, ein Altenwohnheim und eine Schule. Die Perspektive: Aus dem Grubenwasser soll eines Tages die komplette Beheizung für das Viertel bestritten werden!


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